Wie man Vermögen schafft: 9 Regeln zur privaten Finanzplanung


Es gibt viele private Haushalte, die mit ähnlichen finanziellen Grundvoraussetzungen starten. Doch im Zeitverlauf unterscheiden sie sich mehr und mehr: Die einen werden immer vermögender, bei den anderen ist Monat für Monat am Ende die Tasche leer. Woran liegt das? Wir sagen: Finanzieller Erfolg ist steuerbar und nennen 9 wichtige Regeln für finanziellen Erfolg.

 

Regel 1: Ein Plan.

Alle Menschen haben finanzielle Ziele und Wünsche. Aber nur wenige machen sich ein wirklich klares Bild davon. Daher wissen sie auch nicht, wie sie ihre Ziele umsetzen sollen. 

Der erste Schritt zum finanziellen Erfolg lautet also: einen Plan aufstellen, mit langfristigen Zielen und mit Zwischenzielen auf dem Weg dahin. Das ist zwar am Anfang richtig mühsam, für die Zukunft aber umso lohnenswerter.

 

Regel 2: Früh anfangen.

Vielen Sparern fehlt der Einblick in die Finanzwelt und daher zögern sie – auch wenn sie wissen, dass Handlungsbedarf da ist. Das Paradebeispiel ist die eigene Altersvorsorge. Das Wichtigste ist aber loslegen. Fast alles ist aber besser als nichts tun. Die gewählten Produkte kann man immer noch umstellen, nicht aber die Zeit zurückdrehen. 

 

Regel 3: Steuerung der Einnahmen und Ausgaben.

Mit der größte Hebel, den man hat, sind die eigenen Einnahmen und Ausgaben. Denn die Differenz davon bleibt einem zum Vermögensaufbau. Bei der Finanzplanung muss man beides gut im Blick haben:

 

  1. Wie und wann steigen meine Einnahmen (zum Beispiel Karriereplanung, Gehaltserhöhungen, staatliche Zuschüsse) und wieviel davon kann ich für meine Ziele und Wünsche nutzen?
  2. Welche Ausgabenblöcke gibt es in meinem Haushalt? Wie hoch sind diese und welche kann ich mittel- bis langfristig in Vermögensaufbau umwandeln?
    Beispiel Miete: Finanzplaner empfehlen, höchstens ein Drittel des eigenen Einkommens für das Wohnen aufzuwenden. In vielen Ballungsgebieten ist diese Quote sogar deutlich höher. Wer Wohneigentum erwirbt und monatlich seinen Immobilienkredit tilgt, hat also eine immens höhere Sparquote als ein Mieter.

 

Regel 4: Staatliche Förderung.

Staatliche Zulagen und Steuerrückerstattungen verbessern die Bilanz der Einnahmen und der Ausgaben. Die Regel 4 ist damit eine Spezialform von Regel 3. Allerdings ist staatliche Förderung die einzige sichere Rendite in der Niedrigzinsphase und schlägt damit auch eine wichtige Brücke zu Regel 5.
Beispiel Altersvorsorge: Selbst bei durchschnittlichen Sparbeiträgen summieren sich hier die staatlichen Förderungen über das gesamte Erwerbsleben auf mehrere zehntausend Euro (zum Beispiel Basisrente, Riester-Vertrag oder betriebliche Altersvorsorge). Das ist eine stattliche „Rendite“, für die man keine hohen Risiken eingehen muss. Der finanzielle Vorteil auf dem Altersvorsorgekonto muss in der Rente zwar versteuert werden. Allerdings muss man mit dem eigenen Vermögensaufbau erst einmal soweit kommen, dass man als Rentner einen hohen Steuersatz hat.

 

Regel 5: Mischung aus Sicherheit und Rendite.

Auch für konservative Anlegerinnen und Anleger gehört ein gewisser Risikoanteil zum langfristigen Kapitalaufbau ins Portfolio. Das gilt gerade in der Niedrigzinsphase, wo die Inflation das unverzinste Geld auf den Sparkonten auffrisst. Das eigene Vermögen kann nur steigen, wenn man seine Renditeerwartung klar oberhalb der Inflationsrate ansetzt. Wenn man dabei nicht „zocken“ will, geht das nur über eine ausgewogene Mischung an sicherheitsorientierten Anlagen (idealerweise mit sicherer Rendite, siehe Regel 4) und chancenorientierten Anlagen.

Neben dieser Mischung aus Sicherheit und Risiko ist auch die breite Streuung der Anlagen enorm wichtig. Ein sehr häufiger Fehler: Man sucht nach dem einen besten Produkt oder nach dem „todsicheren Geheimtipp“, der den Markt schlägt. Doch das eine beste Produkt gibt es nicht. Das beste „Produkt“ ist ein ausgewogenes Portfolio: eine breit gestreute Mischung aus sicherheits- und chancenorientierten Anlagen.

 

Regel 6: Finanzieller Schutz vor Alltagsrisiken.

Wer bei der Geldanlage die Risiken abwägt, sollte das auch im Leben tun. Denn die beste Kapitalanlagestrategie ist wertlos, wenn man die eigenen Alltagsrisiken außer Acht lässt. Ein Sturmschaden, ein Unfall, ein Pflegefall oder andere Schicksale innerhalb der Familie können die gesamte Finanzplanung gefährden, wenn dafür keine Vorkehrungen getroffen sind.

 

Regel 7: Geld für sich arbeiten lassen: passives Einkommen.

Wer nur mit der eigenen Arbeitskraft ein Vermögen aufbauen und erhalten will, wird sich auf Dauer schwer tun. Denn Kapital- und Sachwerte sind Produktionsfaktoren. Wer bereits etwas Vermögen zur Verfügung hat, sollte dies zum eigenen Vorteil nutzen. So profitieren fast alle vermögenden Haushalte neben ihrem eigenen Arbeitseinkommen auch von passivem Einkommen, etwa aus Mieteinnahmen oder Dividenden.

 

Regel 8: Konsequenz.

Hat man sich für ein langfristiges Sparziel und für eine Strategie zur Vermögensbildung entschieden, sollte man dabei bleiben. Ein gutes Portfolio bringt nichts, wenn man seine Anlagen vorzeitig wieder auflöst. Bliebt man beispielsweise bei einer fixen monatlichen Sparrate, kann man auch schwierige Phasen wie etwa Turbulenzen an den Börsen aussitzen und aus ihnen Gewinn schlagen.

 

Regel 9: Vertrauen.

Geld braucht Verantwortung und Expertise. Dafür bedarf es Vertrauen, in sich selbst und in andere. Wer bei Geldfragen Zeit sparen will oder nur auf Schnäppchenjagt aus ist, spart am falschen Ende.

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